Themenfeld
Standortbilanz Deutschland & Österreich
Bevor jemand über einen Wegzug nachdenkt, steht eine Rechnung. Dieses Themenfeld führt sie — mit Bezugsgrößen statt Schlagzeilen.
Wer über einen Standortwechsel nachdenkt, tut das selten wegen eines Steuersatzes. Es geht um das Verhältnis von Abgabe zu Gegenleistung — und das lässt sich rechnen, statt es zu fühlen.
Was Sie hier finden
Die Belastungsseite. Wie sich Steuern und Sozialabgaben über den Einkommensverlauf verteilen, wo die Grenzbelastung Sprünge macht und was von einer Gehaltserhöhung tatsächlich ankommt.
Die Gegenleistungsseite. Staatsquote im Verhältnis zur gelieferten Leistung, Sanierungsstau in der Infrastruktur, Kosten der Bürokratie für Unternehmen, Stand der Digitalisierung.
Die Zukunftsseite. Renten- und Pensionslücke in beiden Ländern, Konsolidierungsbedarf der öffentlichen Haushalte und die Pflichtversicherungsdebatte für Selbstständige.
Wie wir mit Zahlen umgehen
Vergleiche wie „X-Faches des Durchschnitts” sagen nichts, solange die Bezugsgröße fehlt. Wir nennen sie — und wir vermischen Abgabenkeil und Nettobelastung nicht, weil das der häufigste Trick ist, mit dem in dieser Debatte Empörung erzeugt wird.
Wofür dieses Themenfeld nicht taugt
Es liefert keine Entscheidung. Ob ein Wegzug für Sie rechnet, hängt von Ihrer Einkommensart, Ihrer Familiensituation und Ihrer Mobilität ab — und die steuerlichen Folgen des Wegzugs selbst stehen in einem anderen Themenfeld.
Beiträge in diesem Themenfeld
- 53,2 % Grenzbelastung: Der Buckel liegt bei 100.000 Euro Die Grenzbelastung steigt in Deutschland nicht mit dem Einkommen — sie hat zwei Buckel und zwei Abstürze.
- 38,7 % Nettolast: Wann Mehrarbeit sich nicht mehr lohnt Deutschland liegt beim Abgabenkeil auf Rang 2 der OECD, bei der reinen Arbeitnehmerlast auf Rang 3. Was die Zahlen hergeben — und was nicht.
- Rentenpflicht für Selbstständige: 735,63 Euro im Monat Empfehlung 22 der Alterssicherungskommission: Pflichtbeitrag ohne Opt-out für neue Selbstständige, 735,63 Euro im Monat, 8.827,56 Euro im Jahr.
- Sparen angekündigt, Abgaben beschlossen Deutschland plant für 2027 eine Nettokreditaufnahme von 110,8 Mrd. € und führt Plastik-, Zucker- und Tabakabgaben ein.
- Auswandern aus Österreich: die Standortbilanz 2026 Abgabenquote 44,3 %, Steuerkeil 47 %, 19 Firmenpleiten pro Tag — und die Wegzugsbesteuerung nach § 27 Abs. 6 EStG, bei Drittstaaten sofort fällig.
- Steuerreform 2026: 47 % Reichensteuer, 49,6 % Spitzenlast Neue Stufe von 47 %, Reichensteuer ab 250.000 €, Minijob-Pauschsteuer auf 5 %, KV-Zuschlag ab 2028: Was der Koalitionsbeschluss vom Juli 2026 bedeutet.
- Werbekennzeichnung: 37.803,50 € Bußgeld — dann die Insolvenz 36.000 € Bußgeld der LFK, 37.803,50 € Gesamtsumme, danach Insolvenz: Was der Fall über Werbekennzeichnung nach § 22 MStV und § 5a Abs. 4 UWG lehrt.
- Weltspitze bei den Abgaben, Platz 17 bei der Digitalisierung 49,3 Prozent Abgabenlast auf Arbeit — Rang 2 der OECD. Im EU-Digitalindex 2026 reicht es für Platz 17 von 27, bei der Verwaltungsdigitalisierung für Platz 22.
- Entwicklungshilfe Österreich: 102 Mio. sind steuerbar ODA-Quote 0,31 Prozent, größter Posten ist der EU-Pflichtbeitrag von 463 Mio. Euro, national gestaltbar sind nur 102,1 Mio. Euro.
- 26 Mrd. Entwicklungshilfe: 7,8 % für die ärmsten Länder 26 Mrd. Euro ODA, davon nur 39 % aus dem BMZ-Etat und knapp 17 % für Flüchtlingskosten im Inland.
- Pension Österreich: 86,8 % Ersatzrate — und wer sie zahlt 86,8 Prozent Netto-Ersatzrate, aber 27 Prozent der Einnahmen kommen vom Bund — und der tatsächliche Pensionsantritt erfolgt mit 61,5 Jahren.
- Rentenlücke: 53,3 % Ersatzrate gegen 63,2 % im OECD-Schnitt Netto-Ersatzrate 53,3 Prozent, 97,55 Mrd. Euro Bundeszuschuss im Haushalt 2026, 764.065 Menschen in Grundsicherung im Alter — und steigende Beiträge.
- Infrastruktur Österreich: Die Bahn fährt, die Gemeinden nicht 94,1 Prozent Pünktlichkeit bei den ÖBB, EU-Spitze beim Mobilfunk — aber über die Hälfte der Gemeinden deckt ihre laufenden Ausgaben nicht mehr.
- Sanierungsstau: 231,2 Mrd. — und 0 Euro für die Kommunen 231,2 Mrd. Euro Investitionsrückstand, 60,1 Prozent Pünktlichkeit im Fernverkehr — und aus dem Sondervermögen floss 2025 kein Euro an die Kommunen.
- Bürokratie Österreich: 20 Mrd. Euro und 75 Gewerbe 2,6 bis 3,8 Prozent des BIP Bürokratiekosten, 75 reglementierte Gewerbe, 722.875 Pflichtmitgliedschaften — und 7 Prozent der Personalkapazität gebunden.
- Bürokratie: 96.876 Einzelnormen, 25 % der Gründerzeit 64 Mrd. Euro Bürokratiekosten, 96.876 Einzelnormen im Bundesrecht — und Gründer verlieren ein Viertel ihrer Arbeitszeit an Verwaltung.
- Staatsquote 50,3 %: was der Staat kostet — und was er liefert 50,3 % Staatsquote, 101.283 Insolvenzverfahren, teuerster Haushaltsstrom Europas, höchste Gesundheitsausgaben der EU — die Bilanz in Zahlen.