Redaktion

Wie unsere Inhalte entstehen

Jede rechtliche und steuerliche Aussage trägt ihre Quelle, ihr Datum und ihre Prüfung. Dieser Text erklärt, wie das abläuft — und wo unsere Grenzen liegen.

Wir schreiben über Steuerrecht, Bankenaufsicht und Aufenthaltsrecht — Themen, bei denen eine falsche Aussage Geld kostet und eine unbelegte Aussage nichts wert ist. Deshalb steht unter jedem Fachbeitrag, worauf er sich stützt, wann er geschrieben und wann er zuletzt geprüft wurde. Diese Seite beschreibt, wie das entsteht, und benennt die Stellen, an denen wir ausdrücklich nicht zuständig sind.

Was wir belegen — und womit

Jede rechtliche oder steuerliche Aussage wird auf eine Primärquelle zurückgeführt: das Gesetz, die Verordnung, das amtliche Register, die Behördenmitteilung. Wo ein Beitrag eine Zahl nennt, gehört die Stelle dazu, aus der sie stammt.

Was als Quelle zählt

  • Gesetzestexte und Verordnungen im amtlichen Volltext
  • Amtliche Register und Behördenportale
  • Veröffentlichungen der Aufsicht, etwa der georgischen Nationalbank
  • Entscheidungen der Gerichte im Volltext
  • Beiträge anderer Anbieter — nie als Beleg, höchstens als zitierte Darstellung, die wir korrigieren
  • Zusammenfassungen aus zweiter Hand ohne Fundstelle

Wie ein Beitrag entsteht

  1. Anlass. Eine Gesetzesänderung, eine Frage, die im Mandat mehrfach auftaucht, oder eine Darstellung im Markt, die wir für falsch halten.
  2. Recherche am Primärtext. Gelesen wird das Gesetz, nicht die Zusammenfassung. Was der Text nicht hergibt, steht nicht im Beitrag — auch dann nicht, wenn es die bequemere Aussage wäre.
  3. Fachliche Durchsicht durch das Team, das die Themen operativ bearbeitet: Gründung, Banking, Buchhaltung, Relocation.
  4. Veröffentlichung mit Quellenverzeichnis, Stand-Datum und Prüfdatum.
  5. Wiedervorlage. Beiträge zu Themen mit laufender Gesetzgebung stehen im Prüfzyklus und werden erneut gegen ihre Quellen gelesen.

Risiken zuerst

Wir nennen die Ausschlusskriterien vor der Lösung. Wenn eine Struktur für einen Fall nicht funktioniert, steht das im Beitrag — und zwar oben, nicht im Kleingedruckten. Formulierungen wie „garantiert steuerfrei“, „100 % legal“ oder „Geheimtipp“ kommen bei uns nicht vor: Die erste ist fast immer falsch, die zweite sagt nichts, und die dritte ist ein Verkaufsargument, kein Sachverhalt.

Wo wir nicht zuständig sind

Wir sind Corporate Service Provider in Georgien. Wir setzen georgische Strukturen um und betreiben sie. Wir sind keine deutschen, österreichischen oder Schweizer Steuerberater oder Rechtsanwälte, und wir treten auch nicht so auf.

Konkret heißt das: Fragen zur Wegzugsbesteuerung, zur erweiterten beschränkten Steuerpflicht oder zur Behandlung einer Struktur im Wohnsitzstaat gehören zu einem Berufsträger dort. Unsere Beiträge erklären, worauf zu achten ist — sie ersetzen die Prüfung des Einzelfalls nicht, und sie sollen es auch nicht.

Korrekturen

Wir korrigieren sichtbar. Ändert sich eine inhaltliche Aussage, weisen wir die Änderung mit Datum und Grund aus, statt den Text still zu tauschen. Ein Beitrag, dem man nicht ansieht, dass er sich geändert hat, ist als Beleg wertlos.

Halten Sie eine Aussage für falsch, schreiben Sie uns mit Fundstelle. Das ist der schnellste Weg, und wir meinen die Einladung ernst: Eine Positionierung, die auf Nachprüfbarkeit beruht, muss die Nachprüfung aushalten.

Fünf Säulen, ein Ansprechpartner

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